21.11.2017 von Richard Forsthofer

Änderung der Anlagepolitik von Fonds (Postflut)

Wegen der Änderungen des Investmentsteuergesetzes erreichen Anleger in Fonds, also alle unsere Kunden, in den letzten und in den nächsten Wochen zum Teil viele Schreiben ihrer Depotbank mit Mitteilungen über die Änderung der Anlagepolitik der Fonds.

Konkret wird bei vielen Fonds, die bisher in der Auswahl der Anlageklassen frei waren, eine Mindestaktienquote von 25 % oder 51 % festgelegt. Hintergrund dieser Änderung ist, dass die Teilfreistellung der Erträge ab dem 1.1.2018 von 15 % bei Mischfonds und von 30 % bei Aktienfonds von der Mindestaktienquote abhängig ist. Die Fondsgesellschaften reagieren damit auf die naheliegende Idee, wegen der Teilfreistellung der Erträge auf Fonds mit Mindestaktienquoten umzuschichten.

Im Allgemeinen ändert sich durch diese Mindestaktienquote das Risiko der Fonds nicht. Wenn es vom Fondsmanager gewünscht ist, wird die Aktienquote durch (zum Teil neu als Anlageklasse hinzukommende) Derivate auf das aus dessen Sicht angemessene Niveau gesenkt. So hat zum Beispiel ein defensiver Dachfonds wie der Sauren Global Defensiv voraussichtlich auch in Zukunft eine Aktienquote von ca. 10 %. Auch wenn jetzt - wegen der Teilfreistellung von 15 % der Erträge - eine Mindestaktienquote von 25 % festgelegt wird.

Eine Änderung in ihrem Portfolio wird aufgrund dieser Änderungen nur im Ausnahmefall sinnvoll sein. Wenn, kommen wir selbstverständlich auf die betroffenen Kunden zu.

Die Post ist weder personalisiert noch macht es für sie als betreuten Anleger Sinn, sich eingehend damit zu beschäftigen. Aus unserer Sicht können sie dieses Papier der Wiederverwertung zuführen.

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